Ängste und Zweifel als Selbstständige – Wie geht’s weiter mit DEIN Leinen?

Irina Messe Nordstil

Ängste und Zweifel gehören wohl dazu

Kennst du das, wenn in deinem Kopf Fragen auftauchen, die dich nicht so schnell wieder loslassen?

Jetzt den Einzelhandel beliefern – und was ist mit uns?

Eigentlich irre, aber genau diese Frage ploppte in meinem Kopf auf, als ich mich auf den Weg in Richtung Einzelhandel machte. Genauer, als ich anfing über diese Möglichkeit nachzudenken.

Also versteh das richtig: ich DACHTE, dass diese Frage bei meinen Kundinnen, also bei dir, aufkommen würde.

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    Und sofort setzte sich eine Gedankenspirale in Gang, die sich leider nicht so schnell stoppen ließ.

    • Warum macht sie das? Reicht ihr der Verkauf an uns nicht mehr? – Ja da ist was dran, aber ist das so schlimm? Auch ich muss ja irgendwie meinen Lebensunterhalt bestreiten.
    • Wenn sie jetzt überall ihre Textilien vertreibt, leidet dann nicht die Qualität? – Zugegeben, ganz alleine schaffe ich das dann nicht mehr. Aber die Qualität wird ja nicht automatisch schlechter, weil statt mir jemand anderes an der Nähmaschine sitzt.
    • Kann sie uns ihren gewohnten Service überhaupt weiter anbieten? Was ist mit Farbberatungen, mit individuellen Maßanfertigungen und mit Druckmotiven? – Eigentlich würde ich genau das gern viel mehr anbieten, aber bisher fehlt die Zeit dazu. Vielleicht lässt sich durch eine andere Ausrichtung (Fertigung auslagern usw.) etwas ändern. Muss ich einfach mal ausprobieren.
    • Sind wir dann eigentlich noch genau so wichtig? Schließlich bestellen wir ja weniger auf einmal. – Eigentlich ergeben sich dadurch zwei Kundengruppen: Einzelhändler und Endkunden. Aber der Kontakt ist sehr unterschiedlich. Von meinen Endkunden bekomme ich viel direktere Rückmeldungen, von den Einzelhändlern wertvolle fachliche Hinweise.

    Von den Stimmen im Kopf darf man sich nicht einschüchtern lassen, man muss sie verstehen.

    So und ähnlich führte ich in meinem Kopf imaginäre Dialoge, ganz als würde mir eine Gruppe aufgebrachter und verständnisloser Kundinnen gegenüberstehen, die plötzlich die Welt nicht mehr verstanden.

    Bis mir klar wurde, was eigentlich dahintersteckte. Ich hatte schlicht und ergreifend Angst. Angst, dem nicht gewachsen zu sein, was ich da schaffen will. Angst, meine treuen und hochgeschätzten Kundinnen zu verprellen. Und ja, auch Angst, den nächsten Schritt zu machen eine Fertigung zu suchen, die ja auch Kosten verursacht, Einzelhändler anzusprechen und meine Produkte anzubieten.

    Das alles fand übrigens parallel zur Messevorbereitung für die Nordstil statt und ich fand mich am Ende in einem Zustand wieder, bei dem ich den Point of no return längst hinter mir gelassen hatte, ohne es zu merken.

    So gab es vermutlich nur die eine Richtung: vorwärts!

    Dem eigenen Antrieb vertrauen und die Ängste und Zweifel dabei mitnehmen

    Ich hatte dieses Programm gebucht, bei dem aus DEIN Leinen ein erfolgreiches Textilunternehmen werden sollte. Ich hatte die Messeteilnahme gebucht, bei der ich Einzelhändler erreichen wollte. Ich hatte mich also längst entschieden. Und trotzdem waren die Zweifel omnipräsent.

    Zur Messe und dem Ganzen Drumherum werde ich noch einen separaten Artikel schreiben.

    Trotz der Ängste und Zweifel wusste ich aber auch, dass ich mir ewig Vorwürfe machen würde, sollte ich es nicht wenigstens versuchen.

    Ich konnte das: „hättste dich mal getraut“, schon in mir hören.

    Vermutlich deshalb war es im Sommer hier und im Newsletter auch so ruhig. Naja und vielleicht, weil auch meine Tage nur mit 24 Stunden ausgeliefert werden.

    Irina Messestand Nordstil

    Manchmal braucht es Zeit und etwas Abstand

    Diese Zeit der inneren Gespräche habe ich einfach gebraucht. Ich musste mich mit mir selbst auseinandersetzen, musste eine Grenze überschreiten, einfach aus der Komfortzone gehen.

    Wie immer versuche ich hier für dich so transparent wie möglich zu bleiben. Deshalb teile ich auch meine Entwicklungen gerade mit dir. Möchte dir erklären, wieso die Dinge sich so entwickeln, wie sie es gerade tun.

    Du sollst nachvollziehen können, was hinter den Kulissen passiert. Ich bin und bleibe ein Mensch und dazu gehören eben auch immer mal schwierige Situationen, Zweifel, Ängste.

    Das Gute zum Schluss: ich habe einen Ausweg aus diesem Gedankenkarussell gefunden.

    Und eigentlich ist er ganz simpel. Ich will Beides!

    • Ich will meine Leinentextilien weiterhin an dich, meine liebe Kundin verkaufen, möchte dich inspirieren und dir die individuelle Lösung bieten, die du suchst. Möchte mich weiter mit dir austauschen und gern auch nach Maß für dich fertigen. Sowieso kann es dieses individuelle Angebot nicht in größeren Stückzahlen geben.
    • Ich will aber auch meine Textilien aus reinem Leinen in den Einzelhandel bringen, will sie einer breiteren Kundschaft präsentieren und die Möglichkeit geben, sich VOR dem Kauf einen echten Eindruck zu verschaffen. Am liebsten wären mir hier die inhabergeführten Concept Stores, denn da ist eine qualifizierte Beratung garantiert.

    Fazit zu Zweifeln und Ängsten als Selbstständige

    An diesem Punkt bin ich nun also angekommen und wir dürfen alle gemeinsam gespannt sein, wie diese Reise weitergeht. Ist spannend! Soviel kann ich schon mal sagen.

    Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass es sich lohnt, auf diese inneren Anmerkungen zu hören, sich davon aber nicht einschüchtern zu lassen, sondern sich die Zeit zu geben, alles richtig einzuordnen.

    Danke, dass du diesen persönlichen Artikel gelesen hast.

    über mich, Irina, Kopf hinter DEIN Leinen
    Herzlichst!
    Deine Irina
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